Der
dritte Weg zwischen Eigentum und Miete
Wohnungsgenossenschaft:
Gute Preise und Mitbestimmung
Keine Angst mehr vor Kündigungen und Mieterhöhungen, kein
Streit mit dem Vermieter - in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
rückt der Eigentums-Traum für manchen in weite Ferne. Eine
Alternative: Die Wohnungsgenossenschaft ist der dritte Weg zwischen
Eigentum und Miete.
Das besondere an der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft (e.G.):
Sie ist eine Selbsthilfeorganisation,
deren gesetzlich festgeschriebener Zweck es ist, eigene
Mitglieder zu fördern. Konkret bedeutet dies, dass Wohnungs-genossenschaften
guten Wohnraum zu guten Preisen an ihre Mitglieder vermieten wollen.
Das heißt nicht, dass die Mieten zwangsläufig günstiger
sind
als auf dem freien Markt - auch Genossenschaften müssen wirtschaftlich
arbeiten. Aber diese Firma ist nicht auf maximalen Profit
aus, sondern deckt mit den Einnahmen nur die Kosten für Instandhaltung
und Modernisierung - und bleibt so oft unter dem freien Mietniveau.
Mitglied wird man, indem man Anteile zeichnet, also quasi
einen kleinen Teil des Unternehmens kauft. Die Kosten für
diese Anteile, die das Eigenkapital der Genossenschaft ausmachen, liegen
bei uns unter 1.000 Euro. Der Käufer
ist dadurch Miteigentümer der Genossenschaft, die ihm die Wohnung
vermietet. Man könnte sagen, ein Genossenschaftsmitglied
wohnt bei sich selbst.
Jedes Mitglied hat ein Mitbestimmungsrecht bei allen Beschlüssen.
Darüber hinaus sind genossenschaftliche
Anlagen oft gepflegter als andere, weil die Bewohner als
Miteigner bewusster damit umgehen, und sie bieten eine
soziale Struktur, Service, Selbstverständnis, Kosten und auch
die Wartezeit für freie Wohnungen unterscheiden sich bei der Genossenschaft
erheblich. Gemeinsam ist allen aber neben
der Rechtsform eine relativ große wirtschaftliche Stabilität.
Man bekommt eingezahltes Eigenkapital bei Austritt wieder
zurück und hat hierfür fast kein Risiko.
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